Wie du Kinder fürs Kochen und für gutes Essen begeisterst

Logo von Ich kann kochen! I Sarah Wiener Stiftung
Wo lernen Kinder eigentlich, woher die Lebensmittel kommen? Und wer bringt den Kids die wichtigsten Arbeitstechniken bei, wenn's um die Verarbeitung der Lebensmittel geht? Inzwischen hat die praktische Ernährungsbildung in Kita und Schule ihren festen Platz. Doch spielt das Elternhaus nach wie vor eine tragende Rolle, wenn's um Prägung des Essverhaltens von Kindern geht.

Inhalt

Neben meinen speziellen Angeboten für Sportler und Gesundheitsbewusste gehe ich mit gleicher Leidenschaft meiner Tätigkeit für die Initiative Ich kann kochen! der Sarah Wiener Stiftung nach. Schließlich wird mir in der Zusammenarbeit mit Erwachsenen immer wieder bewusst, wie wichtig und wertvoll es ist, Kindern und damit den Erwachsenen von morgen von klein auf das 1×1 des Kochens näher zu bringen. Was die Initiative Ich kann kochen! ausmacht und welche Rolle ich dabei spiele, verrät dir dieser Beitrag.

Ziele und Zielgruppe der Initiative Ich kann kochen!

Die Initiative Ich kann kochen! möchte, dass Kinder durch aktives Kochen zu informierten und genussvollen Essern heranwachsen, die sich selbstbestimmt und vielseitig ernähren. Das Stärken des Bewusstseins für Ernährung soll ihre Gesundheit fördern. Ich kann kochen! verankert nachhaltige Ernährungsgewohnheiten im Kita-, Schul- und Familienalltag. Dazu gehören auch Impulse für die Verpflegungsangebote der Einrichtungen. Kein Wunder also, dass Ich kann kochen! inzwischen die größte bundesweite Initiative für praktische Ernährungsbildung von Kita- und Grundschulkindern ist. Initiatoren sind die gemeinnützige Sarah Wiener Stiftung der Köchin Sarah Wiener und die Krankenkasse BARMER.

Ich kann kochen! qualifiziert ErzieherInnen und LehrerInnen kostenfrei, damit sie in ihren Einrichtungen die Inhalte in Koch- und Ernährungskursen wie Koch-AGs und Projektwochen anbieten können. In eintägigen Einstiegsfortbildungen vor Ort oder in der einwöchigen Online-Einstiegsfortbildung werden die Pädagogen befähigt, Kinder von klein auf für das Kochen mit frischen Lebensmitteln zu begeistern und ihr Wissen über ausgewogene Ernährung zu fördern.

Begleitende Bildungsmaterialien werden via Online-Portal zur Verfügung gestellt und unterstützen die Pädagogen bei den Vorbereitungen. Die Materialien enthalten vertiefende Informationen zu ausgewogener Ernährung, Praxistipps und saisonale Rezepte und sind ebenso kostenfrei. Als Starthilfe für eigene Ich kann kochen!-Projekte können Einrichtungen eine einmalige finanzielle Unterstützung von bis zu 500 Euro bei der BARMER erhalten.

Welche Inhalte die Initiative Ich kann kochen! vermittelt

Die Initiative Ich kann kochen! beinhaltet im Kern ein Kochkurskonzept für Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren. Alle Materialien, die den GenussbotschafterInnen bereitgestellt werden, sind demzufolge auf die Durchführung in Kindertagesstätten und Grundschulen zugeschnitten. So bietet Ich kann kochen! wertvolle Unterstützung im Zuge der Vorbereitungen für praktische Einheiten im dazugehörigen Online-Portal. Alle GenussbotschafterInnen können bereits einige Tage nach der Fortbildung auf das Bildungsmaterial zugreifen und sich zu den einzelnen Modulen mit Informationen versorgen sowie zu allen wichtigen Themen Wissenswertes nachlesen. Von Warenkunde über Arbeitstechniken bis zu Hygiene. Dieses Zusatzpaket unterscheidet die Initiative Ich kann kochen! meiner Erfahrung nach von anderen genauso guten Kochkurskonzepten für Kinder.

In jeder der insgesamt 10 praktischen Einheiten wird je nach Alter und Fähigkeiten der Kinder mindestens ein Rezept umgesetzt. Zusätzlich sind Informationen zu den verwendeten Lebensmitteln und deren Herkunft enthalten. Die im jeweiligen Modul thematisierte Arbeitstechnik wird erläutert und es gibt immer diverse Hintergrundinformationen. Um die Inhalte wiederum zielgruppenspezifisch den Kindern näher zu bringen, zählen explizit die pädgogischen Fachkräfte zur Kernzielgruppe für die Fortbildungen. Ganz nebenbei spielt das Erleben von Grundnahrungsmitteln mit allen Sinnen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Natürlich soll das gemeinsam Zubereitete auch gemeinsam genossen werden. Es geht also um die komplexe Situation der Speisenzubereitung. Inklusive der Tätigkeiten, wofür sich nicht immer prompt Freiwillige finden lassen. Doch zählen Aufräumen und Abwaschen eben auch zu den Notwendigkeiten des Alltags.

Warum praktische Ernährungsbildung wertvoll ist

Aus meiner Sicht ist’s immens wichtig, Kindern von kleinauf den Umgang mit Küchenwerkzeugen beizubringen und ihnen vor allem zu vermitteln, dass es zum Alltag dazugehört, sich kleinere Snacks oder ganze Mahlzeiten selber zuzubereiten. Je häufiger Kinder mit der Materie vertraut gemacht werden, umso effektiver der Lerneffekt. Lesen, Rechnen und Schreiben wird schließlich in der Grundschule nicht ohne Grund nahezu täglich trainiert. Gleiches gilt für das Zubereiten von Speisen und den sicheren Umgang mit einfachen Küchenwerkzeugen. Natürlich sitzen die Eltern heute genauso im Boot wie vor einigen Jahren oder gar Jahrzehnten. Doch nicht in jedem Elternhaus lernen Kinder beispielsweise wie mit Schneidemessern oder Sparschälern umzugehen ist.

Meiner persönliche Erfahrung nach bereitet es Kindern in Kita und Grundschule immer Freude, handwerklich in der Küche zur Tat zu schreiten. Dass diese Projekte fachgerecht angeleitet bzw. koordiniert werden sollten, steht außer Frage. Hierzu gibt’s wertvolle Tipps in den Fortbildungen zur GenußbotschafterIn.

Praktische Ernährungsbildung in Kindertagesstätten und Grundschulen ergänzt idealerweise die in den Elternhäusern vermittelten Inhalte. Wenn zusätzlich das Verpflegungsangebot in der Kita oder Schule eine passende Bereicherung darstellt, wäre ein großes Ziel geschafft. Dass die Realität vielerorts anders aussieht bzw. noch ein mehr oder weniger großes Stück davon entfernt ist, steht außer Frage.

Meine Tätigkeit als Trainerin für die Initiative Ich kann kochen!

Als Trainerin liegt meine Aufgabe in der Durchführung der Fortbildungen für angehende Genussbotschafterinnen und Genussbotschafter. Pädagogische Fachkräfte sind wie bereits erwähnt die Hauptzielgruppe der Forbildungen und machen mit Abstand auch den größten Anteil der Teilnehmerschaft aus.

Es gibt bundesweit feste Fortbildungsorte, wo sich wiederum Interessenten aus ganz unterschiedlichen Einrichtungen anmelden können. Parallel besteht die Möglichkeit, eine individuelle Fortbildung in den eigenständig ausgewählten Räumlichkeiten zu veranstalten. Am häufigsten war ich bislang in Sachsen und Brandenburg im Einsatz. Ab und an in Berlin oder auch in Bayern und Baden-Württemberg sowie in Rheinland-Pfalz. Das galt vor dem Auftreten des neuartigen Corona-Virus. Bis zum Sommer 2021 finden alle Fortbildungen ausschließlich online statt.

Für mich ist jede Fortbildung immer wieder neu und anders, obwohl die Inhalte jedes Mal die gleichen sind. Die Veranstaltungen leben auf wunderbare Weise von den Teilnehmenden und ihren Erfahrungen, ihren Fragen und den Diskussionen. Meine Aufgabe und mein Anspruch ist es, innerhalb der 8 Zeitstunden vor Ort oder während der Online-Fortbildung nicht nur die geplanten Inhalte kurzweilig zu vermitteln, sondern genauso alle mitgebrachten Punkte aller Teilnehmenden bestmöglich zu bearbeiten.

Würde ich nicht voll und ganz  hinter dem Konzept als solches und hinter den vermittelten Inhalten stehen, würde ich diese Tätigkeit sicherlich nicht ausüben. Es ist mir vielmehr eine Herzensangelegenheit, ErzieherInnen und LehrerInnen zu ermutigen, praktische Ernährungsbildung in ihren pädagogischen Alltag zu integrieren.

Mitmachen und GenussbotschafterIn werden

Interessierte ErzieherInnen, LehrerInnen und andere pädagogische Fachkräfte können sich für die kostenfreie Einsteigs-Fortbildung zur Genussbotschafterin/zum Genussbotschafter ausschließlich über die Website von Ich kann kochen! anmelden. Inzwischen gibt’s auch eine Aufbau-Fortbildung.

Derzeit werden alle Fortbildungen ausschließlich online angeboten und erstrecken sich über eine Woche. Enthalten sind ein Start-Webinar und ein Abschlusswebinar von jeweils 90 Minuten. Dazwischen liegt die kurzweilige Selbstlernphase, bestehend aus 4 Modulen. Wer begleitete Online-Kurse mag, wird Freude daran haben. Versprochen.

Über mich

Ich bin Julia Zichner, Diplom-Oecotrophologin und Expertin für Sporternährung.

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